Besondere Aktionen
Immer wieder machen wir besondere Aktionen und Ausflüge im BfBTS. Ein paar Bilder und weiter unten Berichte darüber:
Wenn schon keine weiße Weihnacht, dann wenigstens Frau Holle!
Und wieder neigte sich das Jahr dem Ende. Hin zur wundervollen Adventszeit, in der auch wir das Bedürfnis empfanden, unseren Teilnehmenden etwas Gutes zu tun. Wir mussten nicht lange überlegen, wussten wir doch, wie sehr sie Märchen lieben. Eines ihrer Lieblingsmärchen ist Frau Holle: Jenes Märchen, bei dem gut und böse, Fleiß und Faulheit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstsucht unversöhnlich gegenüberstehen und bei dem klar ist, welches Verhalten belohnt wird und welches der bessere Weg ist, für den einzelnen wie für die Gemeinschaft. Als eingespieltes Team aus sechs Frauen und als Team, in dem jede entsprechend ihrer Stärken die Freiheit hat, zu entscheiden, welche Rolle sie übernehmen möchte, wurde rasch gewählt: A. war die Goldmarie, B. die Pechmarie, C. die Mutter, D. Frau Holle, E., als technikaffine und nicht gern im vordergrundstehende die Frau an der Videokamera. Und ich die Dramaturgin, Erzählerin und Musikerin, unterstützt von einem unserer Klienten am Keyboard. So entstand schnell ein kleines Musical, das unseren Weihnachtstag einleiten sollte, unseren traditionellen Projekttag, bei dem unsere Teilnehmenden verschiedene Stationen durchlaufen können, bei denen jeweils verschiedene Angebote stattfinden. In diesem Jahr konnten sie u.a. Teile der Frau Holle Inszenierung nachspielen, die Äpfel vom Baum pflücken oder die Brote herausnehmen….
Während der Aufführung schwappte die Freude unserer Teilnehmenden auf uns über und über unsere Spielfreude wieder zu ihnen zurück. Wir hatten das Stück eigentlich für unsere Klienten vorbereitet, merkten aber bald, dass auch wir uns damit eine Freude bereitet haben. Beim Spielen, Nähen, Verkleiden und Gestalten von Kulissen und Requisiten spürten wir unsere Kreativität und lernten uns auch als Team wieder ein Stück mehr kennen.
Hoffen wir, das auch im realen Leben, das Gute die stärkere Kraft ist und wir es alle ordentlich schneien lassen, um das Glück auf der Erde zu verteilen.
Susanne Walz
Musiktherapeutin im BFBTS am Mühlenfließ
Unser Sommerfest im BFBTS 2025
Lange haben wir überlegt, unter welches Motto wir unser diesjähriges Sommerfest stellen. Da die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel von Seiten der Politik und der Öffentlichkeit derzeit zu sehr in den Hintergrund rücken, waren wir uns alle einig, dass unser Motto mit diesem Thema zu tun haben sollte. Ganz demokratisch entschieden wir uns für „Ein Herz für Morgen“, um auch die Augen und Herzen unserer Teilnehmenden für dieses Thema zu öffnen. Aber wie konnten wir das erreichen? Wie konnten wir Spaß und Feierlaune mit diesem ernsten Thema verbinden? Natürlich mit allen Sinnen!!!! So bastelten wir nachhaltige Musikinstrumente aus Restmaterialien, Joghurtbechern und Papprollen, Tiere aus Toilettenpapierrollen, Herzgirlanden und andere Dekorationen, bauten Vogelhäuser, sortierten Müll; ließen Müll und Meerestiere im Bällebad suchen, sangen Lieder über die Not unserer Umwelt. So sangen wir auch Michael Jacksons „Earth Song“ auf Deutsch:
Was ist nur los mit der Welt? Was können wir tun?
Warum ignoriert ihr die Not, die uns Menschen und Tieren droht?
Fragt doch die Tiere der Welt, die Meere und Seen.
Und all die Menschen, die fliehn, vor Dürre, Flut und Sturm?
Wenn wir für die Umwelt denken, uns als Teil von ihr versteh`n,
werden wir sie nicht verlieren und mit ihr weiterleben?
Zudem ließen wir auch die Puppen spielen, um uns mit dem Thema auseinanderzusetzen. Schon Wochen vorher kreierte eine Mitarbeiterin unseres Teams mit unseren Teilnehmenden Theaterpuppen, von dem an diesem Tag erstmalig zwei zum Einsatz kamen. So konnten auch die Tiere der Welt zu Wort kommen und ihr Schicksal unseren Teilnehmenden nahebringen.
Eigentlich sollte es regnen, an diesem Tag, den wir in unserem wunderschönen Garten verbringen wollten…. Aber das Wetter hat es gut mit uns gemeint und der Regen kam erst später. Es war ein wunderbares Fest. Vielleicht sollten wir doch nicht so düster in die Zukunft schauen?