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Gemeinde Bizetstrasse

Monatsspruch

Monatsspruch Juli, August:

SonnenblumenfeldSonnenblumenfeld

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!

Hosea 10,12

„Du bist eine treulose Tomate“ So spricht man zu einem Menschen, der sein Wort und seine Meinung bricht. Eventuell stammt der Begriff aus der Politik der zwanziger Jahre. Hier hatte sich Italien erst mit Deutschland verbündet und dann die Seiten gewechselt. Vielleicht kommt der Ausdruck auch aus dem letzten Drittel des 19.Jhd., in dem der Tomaten-anbau in Deutschland ein eher vages Unternehmen darstellte.

Der Monatsspruch vom Juli stammt aus dem kleinen Propheten Hosea. Er lebte im 8. Jhd. v. Chr. wie auch Amos im Nordreich Israel. Der Prophet soll durch seine Worte und durch sein Leben dem Volk vor Augen halten, dass echte Güte und echte Treue kaum noch zu finden sind. Sie waren wohl allesamt „treulose Tomaten“. Oberflächlich waren jüdische Bräuche durchaus vorhanden, doch eine echte, tiefe Beziehung zu Gott fehlte. Die Kinder des Propheten Hosea bekamen auf Gottes Anweisung absolut ungewöhnliche Namen: „Ausgestreut“ (Jesreel), „Erbarmungslos“ (Lo-Ruchama) und „Nicht-mein-Volk“ (Lo-Ammi).

Hosea muss rufen „Eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen und wie der Tau, der frühmorgens vergeht; Israel, du bringst dich ins Unglück (Hos. 6, 4 u.13, 9)!“ Was war passiert? Das Volk Gottes mit seinen Priestern, Königen und Oberen hatte den lebendigen und treuen Gott innerlich verlassen. Man fühlte sich viel mehr hingezogen zu den Göttern der damaligen Zeit, und man opferte ihnen.

Liebe und Treue stehen auch heute nicht sehr hoch im Kurs. Oft wird unsere Welt vom Geld regiert. Der wirkliche Zusammenhang unter uns Menschen ist sehr bedroht.

Doch belässt es Gott nicht bei einer herben Analyse. Vielmehr lädt er durch die Worte des Propheten ein, sich wieder dem Recht, der Gerechtigkeit und damit Gott zuzuwenden. Weil Gott uns seine Treue hält, wollen auch wir glauben, dass es sich lohnt in Güte, Geduld, Treue und Wahrheit zu investieren. Diesen eher unüblichen Weg wird Gott bestätigen. Er wird uns, wie der Monatsspruch sagt, mit Liebe und Gerechtigkeit beschenken, wenn auch wir neues Land beackern und Gerechtigkeit säen.

Nutzen wir dazu die Zeit des Sommers. J. Steffens