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Gemeinde Bizetstrasse - "Haus der Familie"

Monatsspruch

September 2021

Getreidefeld steht im Sonnenlicht, darüber dunkelblauer HimmelFeld, Wiese, dunkle Wolken (Foto: Sarah Steffens)

 

Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel. Haggai 1,6

Im Monat September finden viele Feste statt, die sich mehr oder weniger mit Saat und Ernte, mit Wachstum und Landwirtschaft beschäftigen.
Wir feiern Erntedank, und die jüdische Gemeinde feiert Sukkot, das Laubhüttenfest. „Uns ist dementsprechend geboten, der Wanderung Israels durch die Wüste zu gedenken. Sie wohnten in Zelten, die ihnen bis zu einem gewissen Grad Schutz boten. Doch ohne göttlichen Beistand wäre dieser Schutz unzulänglich gewesen. An diesen doppelten Schirm und Schutz erinnert uns die Hütte, in der wir nach dem Gesetz während des Festes wohnen sollen.“ (Rabbiner Michael Friedländer)
In der Bibel soll der Prophet Haggai das Volk darauf hinweisen, dass selbst bei ausreichender Aussaat der Ertrag ausbleibt und selbst bei ausreichender Ernährung sich keine Sättigung einstellt. Wie kann das sein? Was machten die Menschen damals falsch?
Nachdem Israel ca. 520 v. Chr. die Möglichkeit bekam, wieder in die Heimat zurückzukehren, und sich viele zunächst um die eigenen Bedürfnisse kümmerten, blieb die Ehrfurcht Gottes auf der Strecke. Der Neuanfang hatte alle Kräfte gebunden. Und offenbar blieb das Leben trotz vieler Neuanschaffungen mangelhaft und unbefriedigend: „ihr esst und werdet doch nicht satt“.
Auch heute will Gott uns Freude an Saat und Ernte, an Wachstum und Wohlergehen schenken. Aber vergessen wir nicht: wir leben - ganz wie die jüdische Sukkot-Tradition es zeigt - nur in einer leichten Hütte. Diese bietet nicht wirklich Schutz. Das Dach der Hütte muss sogar so „löchrig“ sein, dass man die Sterne hindurch scheinen sieht; soll heißen: der eigentliche Schutz ist der lebendige Gott und kein noch so solider Bau.
Alles Leben immer ist ein ganzes GottesGeschenk. Wir sind alle miteinander Wanderer, so wie es das alte Volk Israel war. Steht Gott im Lebensmittelpunkt, dann haben auch unsere Feste die richtige Mitte und das richtige Maß.
Mit herzlichen Grüßen J. Steffens .