Juni 2026
Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib!
Hebräer 13,3
Ein ungewohnter Gedanke? Ich soll an inhaftierte, an gefangene Menschen denken? An welche genau, und was haben sie getan? Soll ich eine allgemeine Amnestie fordern…, an eine Befreiung denken?
Nun, am Ende des ersten Jahrhunderts gab es eine Reihe von Inhaftierten, die nicht in Vergessenheit geraten sollten. Und nicht selten
gerieten schon damals auch Christen in Gefängnisse, obwohl sie keine schlimmen Taten getan hatten.
Im Neuen Testament fallen mir Johannes der Täufer, Petrus und auch Jesus ein. Aus dem Alten Testament kennen wir vielleicht Joseph im ägyptischen Gefängnis, Daniel mit seinen Freunden in der Haft in Babylon und auch an Hiob, der durch Krieg, Krankheit und einer Reihe von gravierenden Verlusten wie in einem Gefängnis leben musste.
Der Autor des Hebräerbriefes mahnt am Schluss seines Schreibens, dass Christen ein aufrichtiges und vorbildliches Leben führen sollen. Treue und Gastfreundschaft sollten geübt werden. Man sollte bereit sein zu Teilen und Gutes zu tun.
Freundlichkeit, Herzlichkeit und Aufmerksamkeit sollten von uns allen praktiziert werden. Auch heute gibt es Gefangenschaften, die man nicht gleich erkennt.
Hilf auch du, dass mit Gottes Hilfe Menschen zu Freiheit und Würde kommen.
Mit herzlichen Segensgrüßen J. Steffens.