"DIE MENSCHEN VOM BAHNHOF ZOO" - Ausstellung zum Jubiläum
"DIE MENSCHEN VOM BAHNHOF ZOO" ist eine Fotoausstellung mit Bildern von Marcus Glahn anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Hygienecenters am Bahnhof Zoo und des fünfjährigen Jubiläums des Zentrums am Zoo - gefeiert am 01. Juni 2026.
Der 1988 in Thüringen geborene Fotograf Marcus Glahn konzentriert sich auf dokumentarischen Arbeiten zu kulturellen, ökologischen und gesellschaftlichen Themen. Seine Fotografien zeichnen sich durch soziale Sensibilität, präzise Beobachtung und einen ausgeprägten Sinn für Details aus. In Reportagen zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen ebenso wie in einfühlsamen Porträts steht dabei stets eine authentische und respektvolle Darstellung von Menschen und ihren Lebenswelten im Mittelpunkt.
Seit mehreren Jahren begleitet der in Berlin-Kreuzberg lebende Fotograf die Berliner Stadtmission bei der Arbeit. Daneben fotografiert Marcus Glahn regelmäßig für Medien wie Die Zeit, Der Spiegel und The Atlantic sowie für kulturelle Institutionen wie die Staatliche Museen zu Berlin.
Arbeit am Bahnhof Zoo
An diesem Standort begrüßt die Berliner Stadtmission seit den 1990er Jahren Menschen, die sehr unterschiedliche Lebenswege gehen. Insgesamt 32 Festangestellte und mehr als 240 ehrenamtlich Tätige machen dort in der Bahnhofsmission, im Hygienecenter und im Zentrum am Zoo obdachlosen Menschen Angebote, die für sie lebensnotwendig sind oder ihnen das Leben erleichtern.
Fühlen Sie sich eingeladen, die Fotoausstellung in unserem Foyer des Zentrums am Zoo zu besuchen.
wochentags | 10 - 15 Uhr
Wir bitten um vorherige Anmeldung unter zaz@berliner-stadtmission.de oder 030 31517338-0
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VORHERIGE AUSSTELLUNG - ZUM 01.06.2026 ABGEHANGEN!
MEET YOUR NEIGHBOURS „EINE PARALLELE (UN)SICHTBARE WELT – WIR SIND AUCH HIER!
Mit dem Tag der wohnungslosen Menschen 2024 eröffneten wir unsere neue Fotoausstellung
MEET YOUR NEIGHBOURS „EINE PARALLELE (UN)SICHTBARE WELT – WIR SIND AUCH HIER!
Die Fotos geben Einblicke in den Alltag der Menschen auf der Straße und gleichzeitig Tipps wie man mit kleinen Dingen helfen kann. Die Ausstellungsmacher:innen sind engagierte HU-Studierende: Natalia Kontoloulou, Harris Mattheou, Christian Wohlhaupt, Panagiotis Papathanasiou und Pauline Rammelt. Ihre Botschaft: Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, den „Stimmlosen“ eine Stimme zu geben,indem wir ihnen ein Medium, Raum und Zeit bieten, um sich frei auszudrücken und auf die Themen zu konzentrieren, die ihnen am wichtigsten erscheinen. Auf diese Weise wollen wir Empathie, Verständnis und Sensibilität bei unseren Besuchern fördern. Wir streben einen Schneeballeffekt an, der Veränderungen von der lokalen, individuellen Ebene bis hin zu den politischen Entscheidungsträgern vorantreibt. Wir werden die Besucher darüber informieren, wie sie sich an lokalen Initiativen beteiligen, relevante politische Maßnahmen unterstützen und sie dazu motivieren können!"
Obdachlosigkeit bedeutet nicht nur das Fehlen eines Zuhauses; es bedeutet auch das Fehlen von Sicherheit, Stabilität und Würde. Laut des statistischen Bundesamts (2024) befinden sich deutschlandweit etwa 400.000 bis 500.000 Menschen in der Situation, kein eigenes Zuhause zu haben. Trotz ihrer unterschiedlichen Hintergründe und einzigartigen Geschichten teilen sie alle den gemeinsamen Kampf: Nichts gehört ihnen wirklich. Obdachlose Personen, die ohne jede Unterkunft auf der Straße leben, sowie Formen von verdeckter Wohnungslosigkeit (zum Beispiel bei Bekannten oder Angehörigen untergekommene Personen) werden nicht in dieser Statistik berücksichtigt und sind schwer zu erfassen.
In Berlin, wo unser Projekt angesiedelt ist, ist das Problem der Obdachlosigkeit besonders gravierend. Nach Schätzungen der Wohlfahrtsverbände - eine offizielle Statistik gibt es (noch) nicht - leben zwischen 6.000 und 10.000 Menschen in Berlin auf der Straße. Unter ihnen sind Frauen, eine große Anzahl über 60 Jahre alt und viele sind unter 18 Jahren - eine erschütternde Realität, die unsere Aufmerksamkeit und unser Handeln erfordert.
Unser Ziel ist es, die Realität der Obdachlosigkeit in Deutschland ins Licht zu rücken, gängige Missverständnisse zu hinterfragen und ein tieferes Verständnis für dieses drängende soziale Problem zu fördern. Durch kraftvolle Fotografien und persönliche Geschichten laden wir dich ein, in die Leben derjenigen einzutauchen, die oft übersehen und an den Rand gedrängt werden. Wir hoffen, dir zu helfen, über das Label ,,obdachlos“ hinauszusehen und die Menschlichkeit in jedem Einzelnen zu erkennen.
Vergangene Ausstellungen
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